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Karl Ernst Krafft, 1900 - 1945



Karl Ernst Krafft

Schweizer und überzeugter Nationalsozialist war 1939 nach Deutschland übergesiedelt und hatte eine Stelle als Berater für Astrologie, Politik und Wirtschaft bei der Gestapo erhalten. Quasi zur Einführung sagt er für den 7. - 10. 11. 39 voraus, daß Hitlers Leben in Gefahr sei und "die Möglichkeit eines Mordanschlages mit explosivem Material" bestehe. Da Astrologie offiziell seit 1934 mehr oder weniger verboten war, landete seine Voraussage allerdings in der Schublade seines Vorgesetzten. Hitler erhielt sie erst am Tag nach dem Anschlag, der bekanntlich am 8.11. im Bürgerbräukeller stattfand.

Wie schon zu Zeiten Lillys machte Krafft sich durch die genaue Vorhersage selbst verdächtig, und wurde erst mal von der Gestapo abgeholt. Bei den Verhören hat er so zu überzeugen gewußt, daß er gleich bei SS, Propagandaministerium und Auswärtigem Amt eine Anstellung erhielt.

U.a. musste er die Prophezeiungen des Nostradamus so zurechtgelegen, daß sie den Sieg Nazi-Deutschlands verkündeten - so, wie es mit offensichtlich mehr Berechtigung auch die Alliierten andersherum taten. (Siehe Propaganda)

Nach dem ominösen Flug von Rudolf Heß nach England, der auch astrologische Hintergründe hatte,  fiel er in Ungnade und starb später auf dem Transport ins KZ  Buchenwald.

 

In einem Dokument des heißt es am 19.März 1940:

"Die Informationsabteilung beabsichtigt seit längerer Zeit, die in einer zweck­entsprechen­den Lenkung und Auswertung des okkultisti­schen und astrologi­schen Schrifttums liegen­den Möglichkeiten einer Beeinflus­sung weitester Kreise der Bevölkerung des neutralen und feindlichen Auslands in den Dienst der Aus­landspropaganda zu stellen. H. E. wäre Herr Krafft, der als Nostradamus – Forscher bereits einen Namen gewonnen hat, hierfür durchaus geeignet."

und wenig später in einem Schreiben des Auswärtigen Amtes:

Berlin, den 27. Mai 1940

Herrn

    L. R. Dr. Rahn ergebenst

Betr.: Nostradamus – Broschüre

Ich habe mit Herrn Krafft Disposition der von ihm abzufassenden NOSTRADAMUS – Bro­schüre besprochen und ihn ab morgen für etwa eine Woche aus seiner Überset­zungstä­tigkeit beim DNB zur Fertigstellung des Manuskripts freigemacht. Ich rechne mit dem Ma­nuskript Anfang der nächsten Woche.

Durch Herrn Krafft höre ich, daß sich im Promi Herr Dr. Seifert eben­falls mit einer No­stra­damus – Broschüre beschäftigt ist, die ein Dr. Kritzinger schreiben soll. Herr Krafft behauptet, Herr Kritzinger hat versucht, Material beim ihm herauszulocken.

Da das Auswärtige Amt für die Auslandspropaganda zuständig und Herr Krafft auf dem NOSTRADAMUS – Gebiet ohne Frage hinrei­chend sachkundig ist, schlage ich vor, der Angelegenheit beim Promi nicht weiter nachzugehen. 

(Promi = Pro­pagandaministerium) 

d.h. Die Nostradamus Propaganda beschäftigte sogar zwei Stellen der Nazi Maschinerie - was zu Eifersüchteleien führte.

Quelle: http://www.nostradamus-online.de/index2.htm




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